taz 25.2.16 (mit Kommentaren von J.B.: taz erstmals unter BILD-Niveau!!! ) : Verfassungsklage gegen Windkraft – Eine Welle (??? J.B.) gegen die Energiewende

Energiewende-Gegner ziehen vors Verfassungsgericht. Sie argumentieren mit Infraschall, den Windräder verursachen sollen.

Als ehemaliger früher taz-Abonnent kommentiere ich diesen tendenziösen „Bericht“ einer Zeitung, die aus der Gesellschaftskritik heraus entstand und heute in ihrer schlichten Polemik die BILD schlägt. Jürgen Bucksch

BERLIN taz | Es ist ein Gerücht  (Ein Gerücht ist „eine unverbürgte Nachricht, die stets von allgemeinem bzw. öffentlichem Interesse ist, sich diffus und zumeist mündlich verbreitet und deren Inhalt mehr oder weniger starken Veränderungen unterliegt.“ Wikipedia) , das die Bürger überall beschäftigt, wo neue Windräder gebaut werden sollen: Infraschall. Diese von den Rotoren hervorgerufenen tiefen Frequenzen schädigen die Gesundheit der Anwohner, meinen viele Windkraftgegner. Einige von ihnen ziehen daher nun vor das Bundesverfassungsgericht.

Unterstützt werden sie dabei von den Juraprofessoren Rudolf Wendt und Michael Elicker aus Saarbrücken. Ihr Kritikpunkt: Die derzeitigen Regelwerke seien veraltet und ungenau. „Die Windkraftanlagen werden nach Normen genehmigt, die technisch und wissenschaftlich nicht auf dem Stand der Dinge sind“, sagte Wendt am Donnerstag in Berlin. Die Kläger fordern daher neue Normen und umfangreiche Untersuchungen – und hoffen, dass das Gericht bis dahin ein Moratorium für den Bau von Windkraftanlagen verhängt. Das würde die Energiewende in Deutschland weitgehend zum Erliegen bringen (Die Gleichsetzung von Strom- und Energiewende ist ebenso interessant wie die angedrohte Apokalypse, J.B.). (…)

Eine Studie des Umweltbundesamtes kommt aber zu dem Schluss, dass die gegenwärtigen Normen Defizite aufweisen. Sehr niedrige Frequenzen werden demnach gar nicht erst gemessen. „Es gibt sehr viele Unwägbarkeiten, daher muss man die Messmethoden noch verbessern“, sagt Detlef Krahé, Professor an der Universität Wuppertal und Herausgeber der Studie.

Genau darauf berufen sich die Gegner und hoffen, den Windkraftausbau so zu stoppen. Ein Urteil des Verwaltungsgerichts Regensburg aus dem Jahr 2011 könnte die Hoffnung jedoch dämpfen. Solange keine verlässlichen Erkenntnisse vorlägen, heißt es darin, sei der Staat nicht verpflichtet neue Grenzwerte zu erlassen. (…)

Die Leserkommentare dazu in taz-online sind ebenso interessant:

Leserkommentare

Rohloffbiker

Ich finde die Klage interessant. Da wird ein Abstand von 2 Kilometern zwischen Windkraftanlage und Wohnungen gefordert. Das ist fein (Rohloffbiker hat offenbar einen Satiriker verspeist). Dann kann Eon das Kohlekraftwerk Datteln 4 ja gleich einmotten..

KlausK

@Rohloffbiker Die 2 km hat Seehofer schon in Bayern durchgesetzt.
Aber nicht wg. Infraschall, eher wg. Optik…
Ob darunter auch die 4 Datteln fielen, entzieht sich meiner Ortskenntnis.

Jochen Rohwer

Reiner Obskurantismus (Bedeutung „dunkel, unbekannt, verdächtig, [von] zweifelhafter Herkunft“ Wikipedia) und wenn man die Sache zurückverfolgt (Komma) landet man meistens bei der interessierten Kohle- und Kernkraftindustrie (präzise argumentiert, hahaha).
Wären diese Leute (solln sie doch nach Brokdorf ziehen, diese Loide!!! hohoho) wirklich um die Gesundheit besorgt, würden sie was gegen Handymasten (und gegen Glyphosat im Bier bestimmt) etc machen (z.B. Sitzstreiks vor Bierhandlungen). Da sind die gesundheitlichen Bedenken eher berechtigt (Der Punkt fehlt, naja)

Bernhard Stoevesandt

Das Interessante an der Klage ist: Infraschall kommt nicht nur bei der Windkraft vor, sondern auch bei Autos, LKW, Flugzeugen, ja bei sehr vielen Industrieanlagen. Geht die Klage durch, dann düfrte dies erhebliche Auswirkungen auf sehr viel haben und recht unterhaltsam werden. (Und was wird erst mit dem Zirkus Krone ohne Löwengebrüll oder gar mit dem Intro aller Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) – Filme  ???? – Bitte nicht den Infraschall verbieten…)

Christian

@Bernhard Stoevesandt Und danach wird das Klima verklagt (genau, die spinnen total, diese Berufskritiker, die wollen nur uns Grünen die Aussicht auf Positionen als Staatssekretäre vermiesen), damit es nicht mehr durch seine durch die Medien angeheizte Erwärmung die große CO2-Lüge propagiert (sic, das ist mir intelektuell zu anspruchsvoll, Der Chor der grünen Gutmenschen ruft: LügenklimaLügenklimaLügenklimaLügenklimaLügenklimaLügenklima ).

Christian

„Eine aktuelle Studie der Landesumweltanstalt Baden-Württemberg kommt zu dem Ergebnis, dass der Infraschallpegel der Anlagen bei einem Abstand von 150 bis 300 Metern deutlich unter der menschlichen Wahrnehmungsschwelle liege.“

Der Infraschall von Windkraftanlagen liegt auch bei einem Abstand von 2 Metern (?????!!!!!)  deutlich unter der menschlichen Wahrnehmungsschwelle. Weil er nicht wahrgenommen werden kann (Ihr verwirrt mich: Wie etwas unter einer Wahrnehmungsschwelle liegen, was gar nichtwahrgenommen werden kann?! Ein Wunder! ! Ein Wunder! ! Ein Wunder! !)

EDL

@Christian Infraschall ist für den Menschen nicht hörbar aber durchaus wahrnehmbar (spürbar). https://de.wikipedia…iki/Infraschall

Christian

@EDL Mir wird immer noch nicht deutlich, was genau hier gemeint ist. Wenn man in 300m Entfernung den Schalldruck noch spüren kann, wäre das ziemlich scary. Wahrscheinlicher ist, dass hier einfach gemeint ist, dass Bereiche im Innenohr, die auf eine Frequenz reagieren, auch auf benachbarte Frequenzen reagieren, wenn auch exponentiell schwächer mit wachsendem Frequenzabstand. Von daher kann man natürlich auch Infraschall hören, wenn er nur laut genug ist. Von daher ja, ich habe mich etwas dumm gestellt in meinem initialen Kommentar, aber nur um deutlich zu machen, dass zum einen nicht klar wird, was hier gemeint ist und es zum anderen irrelevant ist in Bezug auf die Behauptungen der Spinner (genau – Kritiker sind doch Spinner!!!) … Tschuldigung, „Kritiker“. Die behaupten ja nicht, dass sie die Anlagen hören, sondern dass die Schwingungen irgendwas mit ihnen tun. Und dafür ist eine Aussage, bis wann man den per Definition nicht hörbaren Schall noch hören kann einfach nicht relevant. (??? Wenn nur das Komma fehlen würde, aber es fehlt die Logik.)

anamolie

@Christian Infraschall wird gar nicht mit dem Ohr aufgenommen(außerhalb des Frequenzbereichs), sondern über die Knochen in das Hörzentrum bzw andere Gehirnteile geleitet.