Kommunalwahl in Schmalensee am 6. Mai 2018: 37,5 % stimmten für die BfS

Bei der Kommunalwahl steigerte die BfS ihre Stimmenzahl von 32,2 % im Jahr 2013 auf 37,5 % im Jahr 2018. Sönke Stahl erhielt 112 Stimmen, Susan Buchholz 100, Jürgen Bucksch 95, Lore Jungclaus 84 und Lars Holdorf 79 Stimmen. Nach der Liste sind die drei Letztgenannten die Gemeindevertreter der BfS.

Für die BWS gehen Sönke Siebke (174 Stimmen), Julia Voß (167), Christian Detlof (166), Christian Saggau (147) und Thorge Jankowski (130) über die Liste in die Gemeindevertretung.

Von 1254 abgebenen Stimmen entfielen 784 (62,52 %) auf die BWS und 470 (37,48 %) auf die BfS.

Bei Kreistagswahl wurden 273 Stimmen abgegeben, von denen 4 ungültig waren. Von den 269 gültigen Stimmen erhielt Sönke Siebe (CDU) 180. Die Grünen wurden von 25 WählerInnen gewählt, die SPD von 23, die Linke von 12, die FDP von 11, die AfD von 10 (3,7 % 🙂  Diese Gruppierung verschwindet bald wieder :-)), die Freien Wähler von 0 und die NiB von 8 WählerInnen.

Das Programm der Wählergemeinschaft „Bürger für Schmalensee“ 2018: Nachhaltig. Natürlich. Demokratisch

„Wir haben unsere Landschaft von unseren Kindern nur geborgt“ – Für uns ist dieser Satz aktueller denn je. Nachhaltigkeit ist der Grundsatz unserer Politik. Wir schützen unsere feingliedrige Knicklandschaft,  unsere Tier- und Pflanzenwelt, unser Wasser und unser Landschaftsbild. Wir machen unsere Gemeinde zukunftsfähig.

Unsere Kommunalpolitik orientiert sich an sechs Grundsätzen:

  1. Transparenz

Wir wollen die Transparenz aller Planungen und Entscheidungen, die unser Dorf betreffen.

  1. Bürgerbeteiligung

Für uns sind die Bürgerinnen und Bürger der Maßstab aller Entscheidungen. Wir treten für Bürgerbeteiligung an allen Planungen ein.

  1. Der Mensch im Mittelpunkt

Wir unterstützen die Erhöhung der Abstände von Windindustrieanlagen zu sämtlichen Wohnhäusern. Wir treten für eine Höhenbegrenzung von Windindustrieanlagen ein.

  1. Schmalensee als Familiengemeinde

Für junge Familien muss in Schmalensee ein attraktives Baugebiet ausgewiesen werden.

  1. Mobilität

Wir stellen die Mobilität aller Bürgerinnen und Bürger sicher. Dazu gehört die bedarfsorientierte Anpassung des ÖPVN an die Erfordernisse in Schmalensee.

  1. Tourismus

Wir möchten die Angebote des sanften Tourismus in und um Schmalensee für Gäste und für Anwohner weiterentwickeln.

Bosau,13. März 2018: BfB tritt zur Kommunalwahl an: “Bürger für Bosau” (BfB): Neue Impulse für die Gemeindepolitik in Bosau – Die BfS gratuliert unserer befreundeten Wählergemeinschaft BfB zu diesem wichtigen Schritt

( auf dem Foto von links: Petra Knapp, Bernd Junghanns, Cornelia Frerichs, Monika Mehring, Andreas Knapp, Dr. Frank Winkler, Helga Winkler )

Unser Kommentar: Eine weitere Wählergemeinschaft tritt mit einem Frauenanteil von über 50 Prozent zur Kommunalwahl 2018 an. Auf der BfS-Liste kandidieren ebenfalls 6 Frauen auf den ersten 10 Plätzen. Allein diese Tatsache ist ein hinreichender Grund, die BfB zu wählen. Aber es gibt viele weitere Gründe, die die BfB hier formuliert – wir werden auch künftig mit der BfB kooperieren:

Frischen Wind und Neue Impulse in die Gemeindepolitik bringen, das möchte die neu gegründete Wählergruppe “Bürger für Bosau”, kurz BfB.

“ Wir wollen Politik für die Menschen in unserer Gemeinde machen, keine Parteipolitik”,

sagt der zukünftige Fraktionsvorsitzende Andreas Knapp aus Bosau. “Als es um die  Planung von Windkraftriesen in der Gemeinde ging, haben wir erlebt, wie sehr die Gemeindepolitik von dem bestimmt wird, was die Parteispitzen in Kiel und in Berlin wollen und nicht von dem, was für die Gemeinde gut wäre. Transparenz und die Möglichkeit der Einflussnahme der betroffenen “einfachen” Bürger bleiben  selbst bei solch wichtigen Entscheidungen  auf der Strecke.

Als Gemeindevertreter wollen wir uns für mehr Transparenz bei wichtigen Entscheidungen in der Gemeinde einsetzen, aber  auch für ein besseres Radwegenetz, für intakte Straßenbeläge, Digitalisierung und ein schnelles Internet; für eine angemessene, angepasste Wirtschafts- und Tourismusförderung  im Einklang mit der Natur und der einzigartigen Landschaft unseres Naturparks und dafür,

dass bei der Umsetzung der Energiewende in der Gemeinde zuallererst das Wohl der Bürger  und der Natur- und Umweltschutz berücksichtigt werden.
Wir wollen ein zukunftsfähiges “Miteinander” von Alteingesessenen und Zugezogenen, von Jung und Alt; wir wollen uns für die Älteren Bürger einsetzen, z.B. durch Förderung und Koordination von ambulanter Versorgung, damit sie auch im Pflegefall zuhause wohnen bleiben können, aber auch für die Jungen, z.B. durch einen Ort, an dem sich die Jugendlichen (wieder) ungezwungen treffen können.”

Für den Wahkreis 1 (Bichel, Bosau, Kleinneudorf, Löja und Wöbs) sind aufgestellt Andreas Knapp, Monika Mehring und Helga Winkler

Für den Wahkreis 2 (Brackrade, Hassendorf und Hutzfeld) sind aufgestellt Wolgang Orth, Petra Knapp und Holger Karius

Für den Wahlkreis 3 (Braak, Kiekbusch, Klenzau, Liensfeld, Majenfelde, Quisdorf, Thürk) sind aufgestellt Cornelia Frerichs, Bernd Junghanns und Jutta Fretwurst,

angeführt wird die Liste der BfB von Cornelia Frerichs aus Thürk, gefolgt von Andreas Knapp, Wolfgang Orth, Monika Mehring, Petra Knapp, Bernd Junghanns, Helga Winkler, Dr. Frank Winkler, Holger Karius, Jutta Fretwurst und Renate Pötzscher

 

 

KN 17.1.18: Grüne wollen keinen Wind machen

Die Grünen ziehen mit fünf zentralen Themen in den Kommunalwahlkampf – und sparen eines vorerst aus. Nach Natur- und Umweltschutz, gesellschaftlicher Vielfalt und Integration von Flüchtlingen, mehr Mobilität auf dem Land, bezahlbarem Wohnraum und Ausbau des Digitalnetzes fehlt die Windenergie.

Kiel. „Unsere Grundlinie ist klar“, versicherte Steffen Regis (29), im neuen Tandem an der Grünen-Landesspitze mit Ann-Kathrin Tranziska (43), am Dienstag. „Wir stehen zur Windkraft“, und Schleswig-Holstein müsse zwei Prozent seiner Landesflächen für Windräder reservieren. Man wolle den Kreisverbänden nicht alles vorgeben. „Es ist in den Kommunen ganz nett zu zeigen, dass wir auch andere Themen zu bieten haben.“ Seine Kollegin Tranziska räumte ein, dass die Parteifreunde zur Ausweisung neuer Potenzialflächen für Windräder je nach Region höchst unterschiedlich stünden. „Dagegen werden die fünf genannten Themen von allen gleich bewertet.“ Landesweit stellen die Grünen in den Städten, Kreisen und Gemeinden etwa 400 Mandatsträger.

Mit Spannung beobachtet der Landesverband die Bewerbung ihres Zugpferdes Robert Habeck um den Bundes-Parteivorsitz. Die Grünen müssten sich als Oppositionspartei stärker profilieren, und Habeck könne mit seinem „Spirit aus Schleswig-Holstein“ einiges zum Positiven verändern, sagte Regis. Im Falle seines Scheiterns befürchte man zumindest für die Kommunalwahlen keinen Negativeffekt. Steffen Regis: „Wer Habeck schon vorher gemocht hat, wird sich mit ihm solidarisch zeigen.“ […]

KN 5.12.17 Leitartikel: 50 000 Unterschriften Windkraft-Gegner wollen bis zum Volksentscheid gehen

Die Gegner der Windkraft wollen deren Ausbau in Schleswig-Holstein notfalls durch einen Volksentscheid stoppen. Das kündigte die Sprecherin des Vereins Gegenwind, Susanne Kirchhof, gestern im Landeshaus bei der Übergabe von zwei Volksinitiativen mit zusammen knapp 50 000 Unterschriften an.

Kiel. Mit den Initiativen will Kirchhof größere Mindestabstände (zehnfache Anlagenhöhe) und ein Veto-Recht der Gemeinden erreichen. Spätestens im April muss sich der Landtag mit den rechtlich umstrittenen Vorlagen befassen.

„Wir setzen jetzt auf den Landtag und werden die Initiativen andernfalls über Volksentscheide durchsetzen“, sagte Kirchhof unserer Zeitung. „Es ist uns gelungen, viele Menschen für die Risiken und Nebenwirkungen des massiven Windkraft-Ausbaus zu sensibilisieren.“ Den meisten Zuspruch habe es aus Dithmarschen und aus Rendsburg-Eckernförde gegeben. Unterschrieben hätten aber Bürger aus vielen Regionen, in denen Windräder die Landschaft zerstörten oder Anwohner unter Blinklicht, Rotorlärm und Schlafstörungen litten.

Koalition will Abstände etwas anheben

Konkret geht es bei den Initiativen um zwei Gesetzentwürfe. Die Windkraftgegner wollen erstens den Mindestabstand zwischen Windrotoren und Wohnhäusern deutlich vergrößern, und zwar wie in Bayern auf die zehnfache Gesamthöhe einer Windkraftanlage. Bei einem 200-Meter-Rotor wären das zwei Kilometer. (…)

Einladung zur ordentlichen Mitgliederversammlung

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder,

 

Sie sind/ Ihr seid herzlich zu unserer ordentlichen Mitgliederversammlung am Dienstag, den 21. November 2017 um 19.30 Uhr eingeladen. Einladung_zur_ordentlichen_Mitgliederversammlung der BfS am 21.11.2017Sie findet im Gasthof Voß, Dorfstraße 15 in 24638 Schmalensee statt.

Als Tagesordnung ist vorgesehen:

 

  1. Begrüßung
  2. Feststellung der Tagesordnung
  3. Tätigkeitsberichte des Vorstandes und Berichte aus der Tätigkeit der BfS in der Gemeindevertretung und in den Ausschüssen mit anschließender Aussprache
  4. Kassenbericht mit anschließender Aussprache
  5. Wahl einer Wahlleiterin oder eines Wahlleiters
  6. Neuwahlen des Vorstandes
  7. Aufstellung der Liste der Kandidatinnen und Kandidaten zur Kommunalwahl 2018
  8. Abstimmung über die Kandidatenliste
  9. Vorschau auf Aktivitäten der BfS in der nächsten Wahlperiode:
    1. Bürgerbeteiligung in Schmalensee
    2. Perspektiven der Entwicklung unseres Dorfes
    3. Beteiligung an der Regionalplanung
  10. Verschiedenes

 

Ergänzende Anträge oder Anregungen bitten wir fristgerecht beim Vorstand einzu-

reichen.

 

Mit freundlichen Grüßen

der Vorstand

Gäste sind herzlich willkommen!

Berliner Morgenpost 15.9.17 Windkraft Die windigen Geschäfte mit der Ökostrom-Förderung

Betreiber können trickreich Windanlagen manipulieren, um höhere Subventionen zu bekommen. Der Staat schließt die Gesetzeslücke nicht.

Berlin.  Die Windkraft in Deutschland boomte zuletzt: Rund zehn Milliarden Euro flossen pro Jahr in den Bau neuer Anlagen. Knapp 30.000 wurden seit Anfang des Jahrtausends

Berlin.  Die Windkraft in Deutschland boomte zuletzt: Rund zehn Milliarden Euro flossen pro Jahr in den Bau neuer Anlagen. Knapp 30.000 wurden seit Anfang des Jahrtausends gebaut, sie produzieren etwas weniger als ein Achtel des in Deutschland erzeugten Stroms. Eine riesige Industrie ist entstanden, die sich derzeit in Husum an der Nordsee zur Branchenmesse trifft.

Unterlagen, die dieser Redaktion, zeigen, dass es beim Windkraftwunder seit vielen Jahren die Möglichkeit gibt, zu betrügen – und die Bundesregierung gegen die Manipulationspotenziale nicht entschlossen vorgegangen ist.

Die Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) weist ein riesiges Schlupfloch auf. Denn die Förderhöhe hängt davon ab, ob am Standort des Windrads im Schnitt viel oder wenig Wind bläst. Ist der Standort eher schlecht, wird den Windmüllern viele Jahre lang – bis zur vollen Förderdauer von 20 Jahren – mehr EEG-Umlage pro Kilowattstunde gezahlt. „Referenzertragsmodell“ heißt das System in der Fachsprache. Die Rechnung bezahlen die Stromverbraucher über die sogenannte EEG-Umlage, die auf die Stromrechnung aufgeschlagen wird.

energate 14.9.17: Husum Wind 2017 Windindustrie vor unsicherer Zukunft

Husum (energate) – Auf der diesjährigen Fachmesse „Husum Wind 2017“ präsentiert sich die Windenergiebranche im Umbruch. Proteste gegen den Bau von Windrädern, Verzögerungen beim Netzausbau und das neue EEG 2017 hätten die Voraussetzungen für den Ausbau der Windkraft grundlegend verändert, betonte die Messe Husum & Congress GmbH zum Auftakt des Branchentreffs. Ausschreibungen und Ausbaudeckel sowie Probleme mit Bürgerenergieprojekten verunsichern die Hersteller, weil sie Verzögerungen in der Produktion befürchten.

Problemzonen im Norden und Westen

Hinzu kommen regionale Probleme wie das Repowering an Schleswig-Holsteins Westküste, das ohne neue Regionalpläne nicht durchgeführt werden kann. „Wir müssen 6.500 Einwendungen abarbeiten“, sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) bei der Messeeröffnung. Er rechne nicht damit, dass der Prozess wie geplant abgeschlossen werden kann und auch im Herbst 2018 noch keine Rechtssicherheit hergestellt sein wird. Allerdings stellte er in Aussicht, dass bis Ende des Jahres alle Stellungnahmen ausgewertet sind und die Landesregierung im Oktober „eine Perspektive aufzeigen“ kann.

Für zusätzliche Unsicherheit sorgt auch die neue Landesregierung in Nordrhein-Westfalen, in diesem Jahr Partnerland der Husum Wind. Die rund 90 Aussteller aus NRW sind vor allem als Zulieferer tätig, was die Regierung in Düsseldorf auch weiter unterstützen will, wie Christoph Dammermann ankündigte, Staatssekretär im NRW-Wirtschaftsministerium. Den geplanten Erlass zu Abstandsregeln für Windenergieanlagen verteidigte er. Dieser habe weniger mit Energiepolitik als mit Baurecht zu tun. Das werde von der Regierung auch nur interpretiert und nicht geändert.

KN 13.9.17 Windkraft Ausbau liegt im Norden bis 2019 auf Eis Bis zum Jahr 2019 wird die Windenergie in Schleswig-Holstein praktisch nicht mehr ausgeweitet werden.

Kiel. Bei der Eröffnung der Branchenmesse Husum Wind hat Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) zwar angekündigt, die Landesregierung werde wohl bis Herbst kommenden Jahres überarbeitete Regionalpläne für künftige Windflächen vorlegen können. Doch: „Rechtssicherheit für Investoren wird es bis dahin nicht geben, das kann dann nochmal sechs Monate dauern.“ Damit steht fest, dass das ursprünglich bis Herbst 2018 befristete Ausbaumoratorium bis ins Frühjahr 2019 verlängert werden muss. Als Grund nannte der Regierungschef die zu erwartenden Klagen.

Günther betonte, die Landesplanung sei „mit Hochdruck“ dabei, die rund 6500 Einwendungen von Verbänden und Anwohnern gegen die bestehenden Pläne zu prüfen; dies werde voraussichtlich bis Ende des Jahres dauern. Zurzeit würden die Entwürfe für den Ausbau der Windenergie im Land grundlegend überarbeitet. Dabei habe Rechtssicherheit „oberste Priorität“.

Günther verwies auf die Pläne der Jamaika-Koalition, die Erneuerung alter Windkraftanlagen („Repowering“) vor allem an der Westküste zu erleichtern. Dort könnten die Anlagen nicht nur effizienter betrieben werden, auch die Akzeptanz für Windkraft sei in Dithmarschen und Nordfriesland größer als an manchen Binnenstandorten, wo sich Kommunen von neuen Windanlagen „quasi umzingelt“ sähen.

Zu seiner im Wahlkampf versprochenen Änderung von Abstandsregeln äußerte sich der Regierungschef vergleichsweise vage: „Ziel der Landesregierung ist es, Spielräume zu finden und zu schaffen, um die Mindestabstände zur Wohnbebauung zu vergrößern.“ (..)