KN 17.1.18: Grüne wollen keinen Wind machen

Die Grünen ziehen mit fünf zentralen Themen in den Kommunalwahlkampf – und sparen eines vorerst aus. Nach Natur- und Umweltschutz, gesellschaftlicher Vielfalt und Integration von Flüchtlingen, mehr Mobilität auf dem Land, bezahlbarem Wohnraum und Ausbau des Digitalnetzes fehlt die Windenergie.

Kiel. „Unsere Grundlinie ist klar“, versicherte Steffen Regis (29), im neuen Tandem an der Grünen-Landesspitze mit Ann-Kathrin Tranziska (43), am Dienstag. „Wir stehen zur Windkraft“, und Schleswig-Holstein müsse zwei Prozent seiner Landesflächen für Windräder reservieren. Man wolle den Kreisverbänden nicht alles vorgeben. „Es ist in den Kommunen ganz nett zu zeigen, dass wir auch andere Themen zu bieten haben.“ Seine Kollegin Tranziska räumte ein, dass die Parteifreunde zur Ausweisung neuer Potenzialflächen für Windräder je nach Region höchst unterschiedlich stünden. „Dagegen werden die fünf genannten Themen von allen gleich bewertet.“ Landesweit stellen die Grünen in den Städten, Kreisen und Gemeinden etwa 400 Mandatsträger.

Mit Spannung beobachtet der Landesverband die Bewerbung ihres Zugpferdes Robert Habeck um den Bundes-Parteivorsitz. Die Grünen müssten sich als Oppositionspartei stärker profilieren, und Habeck könne mit seinem „Spirit aus Schleswig-Holstein“ einiges zum Positiven verändern, sagte Regis. Im Falle seines Scheiterns befürchte man zumindest für die Kommunalwahlen keinen Negativeffekt. Steffen Regis: „Wer Habeck schon vorher gemocht hat, wird sich mit ihm solidarisch zeigen.“ […]