KN 8.5.17: Kommentar von Christian Longardt zur Landtagswahl vom 7. Mai 2017: Die Fehler des Ministerpräsidenten

Der Kran für die Windräder in Damsdorf am 6. Mai 2017 – Die nächste Kommunalwahl 2018 wird erweisen, dass viele Stammwähler der SPD, der GRÜNEN und der LINKEN bei der Landtagswahl 2017 in Schmalensee aus Verdruss über die undemokratische Landesplanung die CDU, die FDP oder die PIRATEN gewählt haben.

[…]  Der Bau neuer Windräder gegen den Willen vieler Anwohner (Hervorhebung von mir, J.B.), eine Flüchtlings- und Abschiebepolitik, die vor lauter Humanität die realen Probleme ausblendet, die Wohnungseinbrüche, das Turbo-Abitur – Günther hat die richtigen Themen angesprochen. Anpacken statt rumschnacken, das zielte direkt auf Albigs pastorale Redekunst. Die SPD versuchte, mit dem blumigen Versprechen von mehr Gerechtigkeit zu punkten. Die beitragsfreie Kita als konkretes Zukunftsprojekt zog aber auch deshalb nicht, weil sich viele Familien fragten, warum denn ausgerechnet unter dieser Regierung die Kosten für einen Kita-Platz so stark gestiegen sind.

Und bei aller Liebe: Das „Bunte“-Gespräch über die Ex-Frau und die Neue war ein übler Fehler – wer auch immer dazu geraten hat, müsste im Nachhinein noch vors Parteigericht. Das Interview haben Albig auch viele Genossinnen übelgenommen. […]

Ergänzender Kommentar von Jürgen Bucksch: Die Arroganz von Herrn Albig und die freche Art von Herrn Dr. Stegner haben die Niederlage der SPD bewirkt. CDU, FDP und PIRATEN waren dagegen um den Bürgerdialog insbesondere im Zusammenhang des Baus von Windrädern bemüht. Die GRÜNEN werden sich sehr im Sinne der Akzeptanz des Bürgerwillens ändern müssen, wenn sie in Schleswig-Holstein überleben wollen.