shz 1.12.14: 394 zu 320 Stimmen: Bredenbeker entscheiden sich für kleine Windräder

Der Bürgerentscheid in Bredenbek brachte einen Sieg für die Bürgerinitiative. Mit 394 zu 320 Stimmen votierten die Einwohner für eine Höhen- und Abstandsbegrenzung bei der Errichtung des geplanten Windparks.

Der Bürgerentscheid in Bredenbek brachte einen Sieg für die Bürgerinitiative. Mit 394 zu 320 Stimmen votierten dien Einwohner für eine Höhen- und Abstandsbegrenzung bei der Errichtung des geplanten Windparks. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,61 Prozent. Der Bebauungsplanaufstellungsbeschluss muss jetzt geändert werden. Die Gesamthöhe der Windräder wird auf maximal 120 Meter Höhe festgelegt. Die Abstände der Windräder müssen auf 650 Meter zur Wohnbebauung erweitert werden. „Der Bürgerentscheid gilt wie ein Beschluss der Gemeindevertretung“, teilte das Amt Achterwehr mit. Der Entscheid ist zwei Jahre bindend und kann innerhalb dieser Zeit nur durch einen erneuten Bürgerentscheid aufgehoben werden.

1200 Bredenbeker Bürger waren stimmberechtigt. 714 gingen zur Wahl in „Kreys Gasthof“. Mit 394 Ja-Stimmen ist auch die in der Wahlordnung festgelegte Mindeststimmenzahl von 20 Prozent aller Wahlberechtigten deutlich übertroffen. Nach den Planungen der Windpark Bredenbek GmbH sollten eigentlich sieben Windräder mit einer Höhe von jeweils 180 Metern gebaut werden.

Bürgermeister Bartelt Brouer sprach von einem „knappen Ergebnis“ des Bürgerentscheids. Das Ergebnis sei wie ein Beschluss der Gemeindevertretung umzusetzen. Deshalb werde es einen neuen Aufstellungsbeschluss mit den Vorgaben des Bürgerentscheids geben. Die Gemeindevertretung werde die nächsten Schritte erörtern. Er hoffe, dass man im Dorf jetzt wieder zu einem gemeinsamen Miteinander zurückfinden werde.

„Wir werten diesen Entscheid als Beleg dafür, dass Basisdemokratie und Bürgerbeteiligung zum Erfolg führen können“, sagte Rainer Böttcher, Sprecher der Bürgerinitiative. Er und Bürgermeister Bartelt Brouer hätten sich versprochen, jetzt in eine sachliche Diskussion einzutreten. Die genaue Rechtslage und die Folgen des Bürgerentscheids müssten in einigen Punkten zwar noch geklärt werden. Er gehe aber davon aus, dass der Entscheid für zwei Jahre bindend ist, sagte Böttcher.