Wem gehört eigentlich der Himmel, scheint der Vogel auf dem 3. Foto zu fragen?

DIE „ZEIT“ schreibt am 4. Mai 2017 dazu: „Immer weniger Vögel in Europa
Binnen 20 Jahren ist die Zahl der Vögel in Europa um 300 Millionen gesunken. Betroffen ist auch Deutschland, wo einige Arten 80 Prozent ihrer Population verloren haben.“ Die Industrialisierung der Landschaft nimmt dagegen unaufhörlich zu wie z.B. hier am Schmalensee. Ein REWE-Ballon verheddert sich vor dieser Kulisse und geht unbeabsichtigt zu Boden, ein moderner Ikarus vielleicht… Fotos vom Juli 2017

Horizontverschmutzung aus drei Kilometern Entfernung: Die Damsdorfer Windindustrieanlagen setzen die Zerstörung der Landschaft der Holsteinischen Schweiz durch Kiesgruben fort

Bild

Horizontverschmutzung aus drei Kilometern Entfernung: Die Damsdorfer Windindustrieanlagen setzen die Zerstörung der Landschaft der Holsteinischen Schweiz durch Kiesgruben fort: Bislang ist ein 90 Meter-Turm zu sehen und der Kran bereitet den Bau des 2. Turms vor

KN 23.6.17: Kommentar Ulf B. Christen zur Windenergie

Der Jamaika-Vertrag ist in weiten Teilen mit grüner Tinte geschrieben. Das gilt auch für die Kapitel zur Windkraft. Die Öko-Partei hat die Ausbaupläne im Kern festgezurrt und damit insbesondere die CDU vorgeführt, die im Wahlkampf noch fest an der Seite rotorengeplagter Anwohner stand.

Diese Kehrtwende ist bitter für die Bürger und peinlich für CDU-Vormann Daniel Günther, der in Sachen Wind als Wendehals dasteht.

 Was Günther bleibt, ist die Hoffnung, über die ebenfalls im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Prüfaufträge mehr Windkraftanlagen an der Westküste zu ermöglichen. In diesem Fall und nur dann könnte er nachträglich sein Versprechen größerer Mindestabstände zumindest teils einlösen. Die Chancen dafür stehen allerdings schlecht. Windkraftexperten halten es sogar für fast unmöglich, eine landesweite Lösung zu finden, die vor Gerichten bestehen kann.

Ähnlich wie bei der Windkraft hat sich Günther auch bei der Grunderwerbsteuer über den Tisch ziehen lassen. Der bundesweite Rekord-Steuersatz wird nicht gesenkt. Die Hoffnung der CDU liegt auf Bundesratsinitiativen, die im Erfolgsfall zu einer Entlastung von Häuslekäufern führen sollen. Auch hier sind Experten mehr als skeptisch.

KN 23.6.17: Jamaika stößt auf Gegenwind Mindestabstände Jamaika stößt auf Gegenwind

Von wegen größere Abstände zwischen Windkraftanlagen und Wohnhäusern: Der Verein „Gegenwind“ wirft den „Jamaika“-Koalitionären im Norden Irreführung vor. Umweltminister Habeck weist das entschieden zurück.

Kiel. In der CDU hält sich die Begeisterung über den Koalitionsvertrag in Grenzen. „Der Vertrag hat Licht und Schatten“, sagt der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Pinneberg, Christian von Boetticher. In der Wirtschafts- und Verkehrspolitik habe die Union gepunktet, in der Innenpolitik, bei der Landwirtschaft und im Umweltbereich nicht. „Auch bei der Windenergie haben die Grünen geschickt taktiert.“ Der Verein Gegenwind formuliert es deutlich schärfer. Er wirft CDU und FDP vor, für grüne Zugeständnisse etwa bei der A20 auf größere Mindestabstände bei der Windenergie verzichtet zu haben.

„Das war der Bonbon für die Grünen“, schimpft Vereinschefin Susanne Kirchhof. CDU und FDP hätten „zentrale Wahlversprechen“ gebrochen. Darum geht es: Die CDU war angetreten, um die Mindestabstände zwischen Windrotoren zu Einzelhäusern (400 Meter) und Siedlungen (800 Meter) auf 500 beziehungsweise 1200 Meter zu vergrößern. Bei der FDP waren es 500 beziehungsweise 1000 Meter. Laut Koalitionsvertrag bleibt es aber vorerst bei den alten Mindestabständen. Hinzu kommt eine Höhenregelung. Bei Einzelhäusern muss der Abstand wie bisher mindestens die dreifache Rotorhöhe (Flügelblattspitze) betragen, bei Siedlungen künftig die fünffache Höhe.

Aus Sicht von Kirchhof stehen Anwohner damit sogar schlechter da. Ihre Rechnung: Bei einer 150-Meter-Anlage betrage der Mindestabstand zu einer Siedlung nach der Fünffach-Formel nur noch 750 Meter. Umweltminister Robert Habeck, der auch diesen Passus verhandelt hat, lässt das nicht gelten, weil die alte Mindestabstandsregelung (mindestens 800 Meter) parallel weiter gilt. „Der Vertrag sieht keine Verschlechterung vor.“

KN 14.6.17: Koalitionsvertrag steht „Jamaika“ will Turbo-Abi abschaffen Der Weg für Jamaika ist frei: CDU, Grüne und FDP klärten am Abend die letzten großen Streitpunkte. Die Gymnasien sollen zum langsameren G9-Abitur zurückkehren, können unter harten Bedingungen aber beim Turbo-Abi G8 bleiben. Bei der Windkraft wurde eine Lösung gefunden, die Klima- und Bürgerschutz versöhnen soll.

Kiel. „Es gibt keine Dissenspunkte mehr“, sagte CDU-Landeschef Daniel Günther nach knapp neun Stunden Jamaika-Poker. „Das Bündnis kann eine Chance für Schleswig-Holstein sein“, ergänzte sein FDP-Kollege Heiner Garg. Mehr als zufrieden sind auch die Grünen. „Es ist uns gelungen, eine Idee zu entwickeln, wie das Land in den nächsten fünf Jahren aussehen soll“, sagte Finanzministerin Monika Heinold. „In allen Punkten ist grüne Handschrift enthalten.“

Im Abi-Streit einigte sich Jamaika auf einen Kompromiss. Die CDU, die das Turbo-Abi einst durchgepaukt hatte, setzte die Rückkehr zu G9 ab Schuljahr 2019/20 durch. Die FDP erkämpfte eine Ausnahmeregelung. Demnach kann ein Gymnasium bei G8 bleiben, wenn die Schulkonferenz das in geheimer Abstimmung mit einer Mehrheit von mindestens 75 Prozent beschließt. Diese Wahlchance sollen die Schulen nur einmal haben. Betroffen sind 84 Turbo- und vier Y-Gymnasien (G8 und G9).

Windenergie: „Jamaika“ will Anwohner besser schützen

Beim Ausbau der Windenergie will Jamaika Anwohner besser schützen. Durch eine Höhenregelung: Bei Neu-Anlagen soll der Mindestabstand zu Häusern die dreifache Anlagenhöhe (bis Rotorblattspitze) betragen, bei Siedlungen die fünffache. Eine 200-Meter-Anlage müsste 600 Meter von einem Haus und 1000 Meter von einem Dorf entfernt sein (bisher 400 und 800 Meter). Folge: In Eignungsgebieten können weniger Anlagen aufgestellt werden. Das Klimaziel soll dadurch erreicht werden, dass neue Windräder mehr Strom produzieren als alte. […]

KN 8.5.17: Kommentar von Christian Longardt zur Landtagswahl vom 7. Mai 2017: Die Fehler des Ministerpräsidenten

Der Kran für die Windräder in Damsdorf am 6. Mai 2017 – Die nächste Kommunalwahl 2018 wird erweisen, dass viele Stammwähler der SPD, der GRÜNEN und der LINKEN bei der Landtagswahl 2017 in Schmalensee aus Verdruss über die undemokratische Landesplanung die CDU, die FDP oder die PIRATEN gewählt haben.

[…]  Der Bau neuer Windräder gegen den Willen vieler Anwohner (Hervorhebung von mir, J.B.), eine Flüchtlings- und Abschiebepolitik, die vor lauter Humanität die realen Probleme ausblendet, die Wohnungseinbrüche, das Turbo-Abitur – Günther hat die richtigen Themen angesprochen. Anpacken statt rumschnacken, das zielte direkt auf Albigs pastorale Redekunst. Die SPD versuchte, mit dem blumigen Versprechen von mehr Gerechtigkeit zu punkten. Die beitragsfreie Kita als konkretes Zukunftsprojekt zog aber auch deshalb nicht, weil sich viele Familien fragten, warum denn ausgerechnet unter dieser Regierung die Kosten für einen Kita-Platz so stark gestiegen sind.

Und bei aller Liebe: Das „Bunte“-Gespräch über die Ex-Frau und die Neue war ein übler Fehler – wer auch immer dazu geraten hat, müsste im Nachhinein noch vors Parteigericht. Das Interview haben Albig auch viele Genossinnen übelgenommen. […]

Ergänzender Kommentar von Jürgen Bucksch: Die Arroganz von Herrn Albig und die freche Art von Herrn Dr. Stegner haben die Niederlage der SPD bewirkt. CDU, FDP und PIRATEN waren dagegen um den Bürgerdialog insbesondere im Zusammenhang des Baus von Windrädern bemüht. Die GRÜNEN werden sich sehr im Sinne der Akzeptanz des Bürgerwillens ändern müssen, wenn sie in Schleswig-Holstein überleben wollen.

LN 27.4.17: Bad Segeberg Windkraft durch die Hintertür? Flächen in Groß Rönnau sollen offenbar in den Regionalplan – Gemeinde nicht beteiligt.

Bad Segeberg. Es war am 6. Dezember, als das Land den neuen Entwurf des Regionalplans zum Thema Windenergie veröffentlich hat. Flächen, die zuvor als Windeignungsflächen gekennzeichnet waren, waren aus dem Plan verschwunden. Viele Gemeinden gingen davon aus, dass sich damit Windkraft auf ihrem Gebiet erledigt hätte. Das ist nicht der Fall, wie die Groß Rönnauer jetzt feststellen müssen. Sie sind von einer Planung hinter dem Rücken der Gemeinde eiskalt erwischt worden. Dass Groß Rönnau kein Einzelfall ist, glaubt nicht nur Kreisplaner Frank Hartmann.

„Ein solches Vorgehen ist nicht unüblich. Die Investoren hoffen, die Landesplaner davon überzeugen zu können, dass die Flächen, die sie sich ausgesucht haben, weniger Konfliktpotenzial bieten als andere. Die Möglichkeit, dass diese Flächen doch in den Regionalplan aufgenommen werden, ist durchaus gegeben“, sagt Hartmann. Die sogenannten Windvorrangflächen seien lediglich die Gebiete, die das Land als Flächen mit dem geringsten Konfliktpotenzial herausgefiltert habe. Die Investoren hätten natürlich ein großes Interesse daran, dass ihre Flächen in der „Rangliste“ weiter nach oben steigen.

Gar kein Verständnis hat dafür Volker Matusch aus Groß Rönnau: „Dass das nicht unterbunden wird, wundert mich.“ Er sei entsetzt darüber, dass es bereits Treffen hinter verschlossenen Türen zwischen der Windprojektfirma Nadeva Wind GmbH aus Glücksburg und den Landeigentümern gegeben habe. Auf der 112 Hektar großen Fläche entlang der L 68 in Richtung Schlamersdorf (siehe Grafik) möchte das Unternehmen bis zu elf Anlagen mit einer Höhe von jeweils 180 Metern errichten. „Bei den Treffen waren auch drei Gemeindevertreter dabei, denen in dem Gebiet ebenfalls Land gehört. Das waren geheime Treffen. So etwas ist doch nicht in Ordnung“, sagt Matusch. Das sieht Bürgermeisterin Gesche Gilenski ähnlich: „Es ist mal wieder alles an der Gemeinde vorbei eingetütet worden.“…

KN 11.3.17: Windkraft – Proteste gegen Landesplanung

Mitglieder der Bürgerinitiative Frischer Gegenwind für die Probstei und Umgebung nutzten die Informationsveranstaltung der Landesregierung am Freitagabend in Kiel für ihren Protest gegen neue Windkraftanlagen in Neu Sophienhof bei Stoltenberg. Noch bis Ende Juni sammelt das Land Stellungnahmen.

Kiel/Stoltenberg Mit großem Aufwand hat die Staatskanzlei ein Online-Beteiligungsverfahren zu den Planentwürfen erarbeitet. Vor rund 300 Teilnehmern erläuterten Vertreter der Planungsbehörde und des Umweltministeriums am Freitagabend in Kiel die Entstehung der Entwürfe für den Planungsraum, der Kiel und Neumünster sowie die Kreise Plön und Rendsburg-Eckernförde umfasst. Ausführlich dargestellt wurde auch, wie online allgemein oder gezielt zu bestimmten Gebieten Stellungnahmen abgeben werden können.

Kritik von Windkraftgegnern

Windkraftgegner kritisierten das Beteiligungsverfahren als „Farce“. Es gebe keine ergebnisoffene Diskussion, weil das Ziel, auf zwei Prozent der Landesfläche Windenergie zu installieren, vorgegeben sei. „Sie frisieren die Kriterien, bis die zwei Prozent erreicht sind“, meinte Christian Otzen von der Bürgerinitiative für die Probstei und Umgebung, Frischer Gegenwind.

shz 9.3.17: Windkraft : Tasdorfer sind verunsichert

CDU wollte die Beratung zum F-Plan zurückstellen. Verwaltungsleiter warb um Vertrauen.

Neumünster | Die Entscheidung haben sich Tasdorfs Ortspolitiker nicht leicht gemacht: Vorgestern Abend ging es um die Teilfortschreibung des Tasdorfer Flächennutzungsplans „Windenergie“ und die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 24, in dem eine mögliche Feinsteuerung zur Errichtung von Windkraftanlagen geregelt werden könnte. Es könnten Windkraftanlagen im Dreieck Tasdorf, Busdorf und Großharrie entstehen.

In der Diskussionsrunde musste der Leitende Verwaltungsbeamte aus dem Amt Bokhorst-Wankendorf, Ralf Bretthauer, zunächst einmal um Vertrauen in die Arbeit der Verwaltung bitten. Die Zustimmung zu den Plänen, erklärte Bretthauer, sei die einzige Möglichkeit, eventuelle Bauanträge zunächst zurückstellen und im Fall konkreter Bauinteressen die Feinsteuerung nicht aus der Hand zu geben. Außerdem seien außer einigen Arbeitsstunden keine nennenswerten Kosten mit den Änderungen verbunden.

Hintergrund von Bretthauers Appell war ein zuvor von der CDU gestellter Antrag auf Absetzung der beiden Tagesordnungspunkte gewesen. Wie Dietrich Laß (CDU) unter anderem erklärte, wolle die Fraktion zunächst die Regionalkonferenz abwarten. Mit einer Stimme mehr fiel der SPD-Beschluss, über die Punkte zu beraten und diese auch zu verabschieden. Was blieb, war Unsicherheit. 12 bis 13 mögliche Windkraftanlagen sind in Tasdorf im Gespräch. Ob es vielleicht bei einer Höhenbegrenzung durch das Boostedter Wetterradar von 100 Meter pro Anlage bleibt oder vielleicht 200 Meter hohe Windräder entstehen könnten, all das blieb offen. Außerdem sei es nicht nachvollziehbar, warum jetzt Windenergieflächen ausgewiesen werden, für deren Stromproduktion es nicht einmal Netzkapazitäten gebe, hieß es aus den Reihen der 25 Gäste.

Ohnehin sei die Flächenausweisung irgendwie merkwürdig, meinte Anwohner Wilfried Hansen. Vor vier Jahren gab es eine Eignungsfläche. Vor zwei Jahren war diese aus den Plänen gestrichen, und jetzt gibt es in Tasdorf auf einmal eine der größten Eignungsflächen im Kreis Plön. Das sei zumindest verwunderlich.

 

Ach, die Grünen… Windindustrie vertreibt Romantik (Braunschweiger Zeitung 14.2.17)

Zum Artikel „Die Landflucht und ihre Folgen“ vom 9. Februar: Den Ausführungen von Julia Emmrich über aussterbende Dörfer ist sicherlich nichts entgegenzusetzen, allenfalls etwas hinzuzufügen. Die Sehnsuchtsorte „Dorf“ und „Landleben“ verlieren zurzeit auch in attraktiven, durch Zuzug geprägten Regionen massiv an Romantik. Grund: die Windindustrie. Wer wird zum Beispiel noch nach Seershausen ziehen wollen, wenn in 1000 Metern Entfernung in westlicher Richtung elf gigantische Rotoren das Landschaftsbild massiv zerstören und die Geräuschkulisse eines laufenden Kühlschranks mit dem Wind in den Ort treiben? Gibt es keine Neubürger, braucht man auch nicht lange auf den Verfall der Grundstückspreise zu warten. Auch auf diese Weise kann man den ländlichen Raum herunterwirtschaften mit dem hehren Ziel, das Weltklima zu retten. Dieses Ziel sollte sicherlich nicht aus dem Blick geraten. Angesichts des – vorsichtig ausgedrückt – moderaten Engagements der anderen großen Industrieländer scheinen mir aber das Tempo und die Kriterien der Ausweisung von Vorranggebieten in der Südheide sehr übereilt und fragwürdig.

Jörg Zimmermann, Seershausen

Kommentar von Jürgen Bucksch (Gast) dazu:

Der Artikel schildert der Situation zutreffend. Es geht aber nicht nur um romantische Motive und um Gefühle, sondern knallhart ums Geld: Wir versuchen derzeit die Landflucht auf vielfältige Weise zu stoppen durch Bürgerbusse oder Imagekampagnen. Das gelingt uns! Wenn die Einwohnerzahlen jedoch durch den Ausbau der Windindustrie z..B. im Naturpark Holsteinische Schweiz wieder zurückgehen, steigen die Steuern und Gebühren für die verbleibenden Bürger. Zudem sinken die Schlüsselzuweisungen an die Gemeinden: Die Attraktivität der Gemeinden sinkt doppelt. Es ist nicht nur häßlich sondern auch teuer, in der Nähe von WKA zu wohnen. Auf diese Entwicklungen haben die Bewohner der Gemeinden keinen Einfluss: Eine Mitwírkung bleibt ihnen versagt, obwohl die Errichtung von 200-Meter-WKA die größte negative Veränderung z.B. in unserer Region ist. Heute (15.2.17) schwadroniert die Landesregierung Schleswig-Holstein in den Kieler Nachrichten damit, dass sie Google nach Schleswig-Holstein locken will, um den überschüssigen Windstrom zu verbrauchen, denn die Speicherung mache keinen Sinn. Ein grüner Chef der Staatskanzlei und Staatssekretär des Landes Schleswig-Holstein, der Volkswirt Thomas Losse-Müller1), hat Top-Manager von Google nach Schleswig-Holstein eingeladen, um seine ehrgeizigen Windausbaupläne als „Energiewende 4.0“ dem US-Besuch zu präsentieren. Mit angeblichen „Gerüchten“ über ein Google-Rechenzentrum in Schleswig-Holstein möchte er Wahlkampf machen: Der Konzern zeigt sich jedoch zugeknöpft. Ob die Schmalenseeer und Damsdorfer Bürger die Pläne des grünen Volkswirtes goutieren, ist zweifelhaft. Den Naturpark Holsteinische Schweiz für ein Google-Rechenzentrum zu opfern, werden sie bestenfalls als schlechten oder verfrühten April-Scherz realisieren. Ach, wo sind die basisdemokratischen Grünen geblieben? In der Staatskanzlei sitzen nur groteske Zerrbilder der einstigen Alternativen! Industrieansiedlung geht wirklich anders!

 1) Losse-Müller studierte Volkswirtschaft an der Universität zu Köln und der School of Oriental and African Studies (SOAS) in London. Von 2000 bis 2004 arbeitete er im Risikomanagement der Deutschen Bank in London, anschließend zunächst bis 2008 und dann erneut von 2010 bis 2012 bei der Weltbank in Washington im Bereich Finanz- und Privatsektorentwicklung; zwischenzeitlich war er von 2008 bis 2010 für die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit als Leiter des Programms Making Finance Work for Africa tätig -ein lupenreiner Demokrat oder ein knallharter Karrierepolitiker ? Welche Politiker wollen wir ? Darüber stimmen wir am 7. Mai 2017 ab!!!!