Mediziner warnt: Windräder machen krank

 Merkur online 22.09.11: Anzing – Können Windräder die Gesundheit beeinträchtigen? Mit dieser Frage beschäftigte sich ein Infoabend in Anzing. Ein Mediziner kommt zu der Antwort: Ja.

Auf Einladung des Vereins „Landschaftsschutz Ebersberger Land“ referierte zunächst Konrad Offenburger, Gemeinderat in Paunzhausen (Landkreis Freising), über Lärm und Schatten durch Windkrafträder. Seiner Meinung nach habe diese Form der Energiegewinnung sowohl Vor- als auch Nachteile. Seinen Berechnungen zufolge beträgt die Belästigung bei Sonnenschein am Tag längstens zehn Minuten, wenn man vom Windrad zwei Kilometer entfernt ist. Die genannten Zahlen seien je nach Nabenhöhe und Durchmesser der Rotoren variabel. Viel schwieriger sei aber der Lärm vorauszusagen. Auch hier spiele die Höhe der Nabe und die Maße der Rotoren eine Rolle, aber auch deren Leistung, die Wetterlage und Windrichtung sowie die Geländeform und die Tageszeit.

Um unter dem gesetzlichen Lärmgesamthöchstwert bei Nacht von 45 Dezibel bleiben zu können, müsse ein Windrat mindestens 1120 Meter von Wohngebieten entfernt sein, sagte Offenburger.

 

Als Folge der Beeinträchtigung der Lebensqualität sinkt der Verkehrswert der Immobilien signifikant.

Rundschau 06.12.2011: Ein Forschungsprojekt der Universität Frankfurt am Main, durchgeführt von Prof. Dr. Jürgen Hasse, kommt zu dem Schluss, dass Windkraftanlagen in der Nähe von Wohngebieten die Lebensqualität der Anwohner nachhaltig verändern.

Als Folge der Beeinträchtigung der Lebensqualität sinkt der Verkehrswert der Immobilien signifikant. Immobilienmakler bestätigten im Rahmen der Studie Wertverluste bei Immobilien in Höhe von durchschnittlich 20 bis 30 Prozent durch die Errichtung von Windkraftanlagen mit Einfluss auf Wohngebiete. Im Einzelfall droht gar die völlige Unverkäuflichkeit.

Wertmindernde Gründe für die Immobilien sind: Geräuschimmissionen, Infraschall, der möglicherweise für Zunahme von Herz-Kreislauferkrankungen bei Menschen, die in der Nähe von Windkraftanlagen leben, verantwortlich ist, Schattenwurf, Unruhe durch die drehenden Rotoren sowie die Verschandelung der Landschaft und der unwiederbringliche Verlust des Erholungswertes der Natur.

Die Freunde der Feldmark von Schmalensee berichten uns: „Ein guter Tag für die Demokratie

Am Donnerstag, den 10. April 2014 wurde unsere Klage auf ein Bürgerbegehren im Verwaltungsgericht Schleswig verhandelt. Unserer Klage wurde von den Richtern stattgegeben. Wir haben gewonnen!

Es ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, nämlich den nicht-existenten Abwägungsprozess zum Bau von Windkraftanlagen in unserer Gemeindevertretung anzustoßen. Bisher wurde ausschließlich im Sinne des Investors beschlossen.
Es wird sich zeigen, ob dieses „Mehr an Demokratie“ eine gerechte und kompetente Abwägung der Sachverhalte endlich einleiten wird, damit auch die Belange der betroffenen Anwohner Berücksichtigung finden.

Die Frage des Bürgerbegehrens lautet:

Sind Sie dafür,
den Aufstellungsbeschluss des B-Plans um folgende Zielformulierungen zu ergänzen:

– die Höhe der Anlagen auf 100 m zu beschränken und
– den Abstand der Anlagen zur innerörtlichen Wohnbebauung über den Mindestabstand von 800 m zu erhöhen sowie
– im Außenbereich den Abstand zur Wohnbebauung über den Mindestabstand von 400 m zu erhöhen?“