Schmalensee: Das Planungsbüro Prokom muss die 100-Meter-Variante planen

Der Bürgerentscheid in Schmalensee vom 31.08.2014 ist juristisch verbindlich für den Abwägungsprozess der Gemeindevertretung im B-Planverfahren. Diese Ergänzung des Aufstellungsbeschlusses hat die Tragweite und Rechtsverbindlichkeit eines GV-Beschlusses für die Dauer von zwei Jahren. Somit müssen die Gemeindevertreter Schmalensees rein formal wollen (auch wenn sie es nicht wollten!), dass die 100-Meter-Variante vom Planungsbüro ausgearbeitet wird. Das Amt muss nun das Planungsbüro mit dieser 100-Meter-Variante ( und nicht mit der 150-Meter-Variante ) beauftragen. Hierzu bedarf es keines Beschlusses der GV mehr, denn der ist mit dem Ergebnis des Bürgerentscheides getroffen.

Klarstellung: Aufsteller „pro 150 m“

Nachtrag am 25.08.2014, 20.00 Uhr: Die Aufsteller „pro 150 m“ werden nach der rechtlichen Klärung des Sachverhaltes zeitnah abgebaut. 

Seit kurzem finden sich im Dorf Aufsteller, die mit Blick auf den Bürgerentscheid am 31. August für 150 m hohe Windräder werben. Wir stellen hiermit klar, dass diese Aufsteller nicht durch die Gemeinde oder die Gemeindevertretung veranlasst sind. Vielmehr versuchen Einzelne den Eindruck zu erwecken, sie sprächen im Namen der Gemeinde.

Zwar wurde durch die Mehrheit der Gemeindevertretung beschlossen, eine konkurierende Frage mit dem Inhalt einer Höhenbegrenzung auf 150 m im Rahmen des Bürgerentscheides zur Abstimmung zu bringen. Jedoch erfolgte in diesem Rahmen weder ein Beschluss noch eine Abstimmung zu möglichen Werbeaufstellern. Auch ein Haushaltstitel ist hierfür nicht vorgesehen. Zudem könnte eine Plakatierungsaktion im Namen der Gemeinde Schmalensee mit Blick auf bestehende Befangenheiten nur vom vertretenden Bürgermeister veranlasst werden. All dies trifft nicht zu. Somit kann es sich nur um einen Täuschungsversuch handeln, um in der Gemeinde ein falsches Meinungsbild zu erzeugen.

Eine rechtliche Klärung dieses Sachverhalts ist zwischenzeitlich eingeleitet.

Ein informativer Abend der Bürgerinitiative Schmalensee am 22.08.2014

Vortragsabend im Gemeindesaal der BI Schmalensee am Freitag, den 22. August 2014 um 19 Uhr

Gerhard Artinger Kommt die Energiewende ins Finale

Anlässlich des Bürgerentscheides am 31. August lud die Bürgerinitiative Schmalensee wieder zu einem Informationsabend in den Gemeindesaal ein:

Dr E Kuck Infraschall durch Windkraftanlagen

Am Freitag, den 22. August 2014 um 19 Uhr sprechen
Dr. Eckhard Kuck (Arzt, Bad Orb):
Infraschall durch Windkraftanlagen – was wissen wir wirklich?
Gerhard Artinger (Dipl.-Ing., Bargteheide):
Kommt die Energiewende ins Finale?
Das Zusammenspiel zwischen Emissionshandel,
EEG, Stromerzeugung und CO2-Einsparung.

2014 08 22 Interessierte Zuhörerinnen

Im voll besetzten Gemeindesaal hörten die Bürgerinnen und Gäste 150 Minuten konzentriert zu und stellten anschließend noch einige Fragen an die Referenten. Frau Dr. Fehrenbach und Herr Prof. Dr. Fehrenbach erklärten sich um 22 Uhr bereit, weitere Fragen an die Referenten weiterzuleiten. Der Abend wird demnächst auf Youtube als Film zu sehen sein.

Vortragsabend im Gemeindesaal der BI Schmalensee am Freitag, den 22. August 2014 um 19 Uhr

Anlässlich der Bürgerentscheides am 31. August lädt die Bürgerinitiative Schmalensee wieder zu einem Informationsabend in den Gemeindesaal ein.

Am Freitag, den 22. August 2014 um 19 Uhr sprechen
Dr. Eckhard Kuck (Arzt, Bad Orb):
Infraschall durch Windkraftanlagen – was wissen wir wirklich?
Gerhard Artinger (Dipl.-Ing., Bargteheide):
Kommt die Energiewende ins Finale?
Das Zusammenspiel zwischen Emissionshandel,
EEG, Stromerzeugung und CO2-Einsparung.

Wir freuen uns, wenn wir Sie als unsere Gäste begrüßen dürfen.

Die Hoffnung auf Gewerbesteuern durch die Windkraftanlagen wird bitter enttäuscht

DIE WELT 27.5.2012: Mit der Atomkatastrophe in Japan vor gut einem Jahr ist eine neue Zeit angebrochen. Die Bundesregierung hat es seither eilig mit ihrer neuen Energiepolitik. Sie braucht dafür Windräder, Zigtausende, also braucht sie Gegenden wie die Uckermark, wo es viel Wind gibt und viel weites Land.

Die Gemeinde Uckerland, zu der Mandelkows Dorf gehört, braucht Geld. Erst kürzlich haben die Gemeindevertreter unter Schmerzen beschlossen, im Sommer abends die Straßenlaternen nicht mehr anzuschalten, weil der Ort sich die 7000 Euro nicht mehr leisten kann, die das jedes Jahr kostet.

Und Martin Mandelkow, Carsten Rabe und Jacob Wolters brauchen das Gefühl, nicht irgendwelchen Windheuschrecken ausgeliefert zu sein, die ihnen erst die Landschaft und den Horizont mit Dutzenden Windrädern verschandeln, damit prächtig verdienen und dann keine Steuern zahlen, jedenfalls nicht bei ihnen.

Also wollen sie selbst Windräder auf ihre Äcker stellen lassen, neun oder zehn, jedes 150 Meter hoch. Sie wollen eine Gesellschaft gründen, ein paar Windräder selbst betreiben und für die übrigen eine Windkraftfirma suchen, die bereit ist, ihre Bedingungen zu akzeptieren. Alles abgestimmt mit der Gemeinde. Die soll auch etwas davon haben, das ist ein wichtiger Teil des Heldenplans.

Lesen Sie mehr zum Gesicht des hässlichen Kapitalismus in dem verlinkten Artikel. Hier ein Auszug: Die Gemeinde, die so viel Strom für Deutschland herstellt, kann sich selbst keinen Strom leisten, weil Firmen wie die Müllers so wenig Gewerbesteuern zahlen. Das ist der Vorwurf.

Mediziner warnt: Windräder machen krank

 Merkur online 22.09.11: Anzing – Können Windräder die Gesundheit beeinträchtigen? Mit dieser Frage beschäftigte sich ein Infoabend in Anzing. Ein Mediziner kommt zu der Antwort: Ja.

Auf Einladung des Vereins „Landschaftsschutz Ebersberger Land“ referierte zunächst Konrad Offenburger, Gemeinderat in Paunzhausen (Landkreis Freising), über Lärm und Schatten durch Windkrafträder. Seiner Meinung nach habe diese Form der Energiegewinnung sowohl Vor- als auch Nachteile. Seinen Berechnungen zufolge beträgt die Belästigung bei Sonnenschein am Tag längstens zehn Minuten, wenn man vom Windrad zwei Kilometer entfernt ist. Die genannten Zahlen seien je nach Nabenhöhe und Durchmesser der Rotoren variabel. Viel schwieriger sei aber der Lärm vorauszusagen. Auch hier spiele die Höhe der Nabe und die Maße der Rotoren eine Rolle, aber auch deren Leistung, die Wetterlage und Windrichtung sowie die Geländeform und die Tageszeit.

Um unter dem gesetzlichen Lärmgesamthöchstwert bei Nacht von 45 Dezibel bleiben zu können, müsse ein Windrat mindestens 1120 Meter von Wohngebieten entfernt sein, sagte Offenburger.

 

Als Folge der Beeinträchtigung der Lebensqualität sinkt der Verkehrswert der Immobilien signifikant.

Rundschau 06.12.2011: Ein Forschungsprojekt der Universität Frankfurt am Main, durchgeführt von Prof. Dr. Jürgen Hasse, kommt zu dem Schluss, dass Windkraftanlagen in der Nähe von Wohngebieten die Lebensqualität der Anwohner nachhaltig verändern.

Als Folge der Beeinträchtigung der Lebensqualität sinkt der Verkehrswert der Immobilien signifikant. Immobilienmakler bestätigten im Rahmen der Studie Wertverluste bei Immobilien in Höhe von durchschnittlich 20 bis 30 Prozent durch die Errichtung von Windkraftanlagen mit Einfluss auf Wohngebiete. Im Einzelfall droht gar die völlige Unverkäuflichkeit.

Wertmindernde Gründe für die Immobilien sind: Geräuschimmissionen, Infraschall, der möglicherweise für Zunahme von Herz-Kreislauferkrankungen bei Menschen, die in der Nähe von Windkraftanlagen leben, verantwortlich ist, Schattenwurf, Unruhe durch die drehenden Rotoren sowie die Verschandelung der Landschaft und der unwiederbringliche Verlust des Erholungswertes der Natur.